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Während Anita Hettich bereits mit dem "Pferdevirus"
aufgewachsen ist, kam Beat Münger durch Anita Hettich
zu den Pferden. Nach gemeinsamen Jahren im Freizeitreitbereich,
betrieben in einem kleinen, gemieteten Offenstall, entdeckten
wir unsere Liebe zu Spanien und dessen Menschen und Kultur.
Da ist der Weg nicht mehr weit zum PRE, dem Pura Raza Española,
einem der bedeutendsten Kulturgüter Spaniens. Zudem lag
unsere Vorliebe in der Reiterei seit jeher bei der dressurmässigen
Arbeit.
Wir begaben uns auf die Suche nach Spuren dieser
Pferde in der Schweiz, es wurde uns weitum davon abgeraten,
dies in Spanien selber zu tun. Wie wir später erfahren
haben, hat dies zum Einen sicher seine Berechtigung, zum anderen
aber, sollten sich viele Wege öffnen.
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...den passenden Deckhengst gefunden: Flamenco
LII
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Das erste PRE-Pferd war eine in der Schweiz gezogene Stute, die
wir im Alter von gut 2 Jahren erwarben, im Glauben, unser erstes
Zuchttier gekauft zu haben. Auch dies erwies sich, nachdem das Tier
ausgewachsen war, als ziemliche Illusion und als wir begriffen,
dass das was wir suchten, offenbar hier nicht zu finden war, beschlossen
wir "Nägel mit Köpfen" zu machen. Als Erstes
stand dabei eine sinnvolle Kommunikation im Vordergrund und wir
realisierten schnell, dass Spanien stark Lateinamerika orientiert
ist und die Sprachvielfalt, die wir uns in der Schweiz gewohnt sind,
keine Selbstverständlichkeit ist. Sobald die Spanischkenntnisse
ausreichten, unternahmen wir während zwei Jahren unzählige
Reisen nach Spanien, in der Hand einen Katalog der SICAB (Salon
International del Caballo, grösste Ausstellung für PRE-Pferde
in Spanien).
Auf Grund der abgebildeten Pferde im Katalog besuchten wir an
die 40 Gestüte im Bestreben, Züchter zu finden, welche
Pferde in der von uns gesuchten Qualität punkto Gebäude,
Charakter und Gängen zum Verkauf hatten und zudem bereit waren,
uns in unserem Bestreben, eine kleine aber feine PRE-Zucht in der
Schweiz zu gründen, zu unterstützen.
So kauften wir langsam aber stetig unsere Stammstutenherde. Angestrebtes
Ziel waren vier qualitativ hochstehende Zuchtstuten. Gute Zuchtstuten
werden nur ungern verkauft, zum Teil dauerte es Monate, bis wir
ein Tier erwerben konnten, dass unseren Kriterien entsprach.
Schnell merkten wir, dass um ein hohes Niveau bei der Nachzucht
halten zu können, eine stete Weiterbildung unabdingbar war,
und dazu gehörte, sich in die Zuchtlinien einfühlen zu
lernen und möglichst komplette PRE-Familien immer und immer
wieder anzuschauen. Dies taten (und tun) wir bei jeder erdenklichen
Gelegenheit, an Zuchtschauen und bei Besuchen auf Gestüten.
Die daraus erworbenen Kenntnisse bewogen uns, mit unseren Stuten
zur Bedeckung jeweils nach Spanien zu fahren (künstliche Besamung
ist bei dieser Rasse noch nicht gestattet), die Fohlen, die geboren
wurden, bestärkten uns in unserem Tun. Wiederum war das Ziel
nicht etwas "neu zu erfinden" sondern möglichst von
der jahrhunderte alten Tradition im Ursprungsland selber profitieren
zu können.
Der Aufwand war gelinde gesagt extrem. Der nächste Entscheid
stand an, die Suche nach einem eigenen Deckhengst, der uns die Möglichkeit
bieten würde, unsere Reiseaktivitäten wieder anders zu
nutzen, nämlich dafür, unsere Qualität durch die
aktive Teilnahme an Zuchtschauen in Spanien selbst zu überprüfen.
Durch die nun schon intensiven Kontakte zu Züchtern, die
mittlerweile zu Freunden geworden waren, hatten wir die einmalige
Chance, einen viel versprechenden Junghengst zu erwerben. Flamenco
LII kam im Alter von 2 Jahren zu uns, sein erster Fohlenjahrgang
wurde 2003 geboren und erfüllte unsere Hoffnungen voll und
ganz.
Durch die Teilnahme an Zuchtschauen ergaben sich erneut sehr wertvolle
Kontakte, die uns helfen, auf unserem Weg weiter zu kommen.
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