last update: 30.01.2012
 

 

   
 

 

Dies ist definitiv NICHT unser Zuchtziel!!!

 

Unsere Passion geht eher in folgende Richtung:

  Zwei Generationen treffen aufeinander: Jardinero XXXIX und Flamenco LII an der Ecumad 2001.
 

Was Sie über das Pferd Reiner Spanischer Rasse wissen sollten….

 

Definition

 

Als Pferd reiner spanischer Rasse ( PRE , Pura Raza Española) wird ein Pferd bezeichnet, welches im Studbook (Herdebuch) für PRE eingetragen ist. Die Führung des Studbook (libro genealogico) untersteht dem spanischen Staat, genauer dem Landwirtschaftsministerium Spaniens (ministerio de agricultura) welches mit dieser Aufgabe die ANCCE (Asociacion nacional de criadores del caballo español) beauftragt hat.

 

Andere Bezeichnungen wie Andalusier, Hispano oder Iberer beschreiben in keinem Fall eine reingezüchtete Pferderasse. Als Karthäuser (Cartujano) wird eine bestimmte Zuchtlinie innerhalb der Rasse PRE bezeichnet.

 

 

Dokumente, welche zu einem PRE -Pferd gehören

 

Nur das in Spanien geführte Studbook ist berechtigt, sowohl auf nationaler wie internationaler Ebene, offizielle Dokumente für PRE -Pferde auszustellen oder zu berichtigen. Diese Dokumente allein garantieren die Reinrassigkeit eines einzelnen Tieres und ermöglichen die Aufnahme ins Herdebuch seiner Nachkommen (sofern der zweite Elternteil ebenfalls mit den entsprechenden Dokumenten versehen ist). Zur Erstellung dieser Dokumente werden international anerkannte Verfahren angewendet: DNA -Kontrolle, Identifikation und Microchip bei den Saugfohlen, Identifikationen durch autorisierte Tierärzte, Basiskörung im Alter ab 3 Jahren sowie Registrierung unter einem Code. Die Dokumente bestehen aus einem Pass (documento de acompanamiento) und einer Besitzstandeskarte (carta de titularidad).

 

Der Pass, ausgestellt durch das spanische Landwirtschaftsministerium und die ANCCE ist das einzige Dokument, dass die Reinrassigkeit eines PRE -Pferdes belegt. Ueber den aktuellen Besitzstand informiert die offizielle Besitzstandeskarte (carta de titularidad).

 

Das Studbook wird in folgenden Abteilungen geführt:

 

-Geburtenbuch, in welchem Jungtiere eingetragen werden, deren Elterntiere beide im Haupregisetr eingetragen sind

 

-Hauptregister, in welchem alle über 3jährigen PRE -Pferde eingetragen sind, welche eine Basiskörung absolviert haben

 

-Erfolgsregister, in welchem jene Pferde eingetragen werden, welche sich auf Grund ihrer Resultate an Zuchtschauen und Wettbewerben über eine ausserordentliche Qualität ausweisen können.

 

 

Körsystem

 

Exemplare aus dem Geburtenregister werden im Hauptregister eingetragen, wenn sie eine Basiskörung absolviert haben. Die Basiskörung hat den Zweck, Pferde, welche ausserhalb des Rassestandards stehen, über gravierende Mängel verfügen oder die Mindestgrösse nicht erreichen, von der Zucht auszuschliessen. Pferde werden auf Antrag ihrer Besitzer bei der entsprechenden Herdebuchstelle ihres Landes an Körungen angemeldet und präsentiert. Körungen für qualifiziertgekörte PRE -Pferde sind umfassende Prüfungen des Bewegungsapparates inkl. Röntgenbilder, der Morfologie, der Reproduktionsfähigkeit sowie der Rittigkeit. Weitere Informationen zu qualifizierten Körungen erhalten sie bei der Herdebuchstelle.

 

Methoden der künstlichen Befruchtung mit Frisch- oder Gefriersperma sind qualifiziert gekörten PRE -Hengsten vorbehalten!

 

 

Organisation in der Schweiz

 

Der Verein der Züchter des Pferdes Reiner spanischer Rasse in der Schweiz AECE führt eine Herdebuchstelle. Diese arbeitet direkt mit der internationalen Abteilung der ANCCE zusammen. Sämtliche Dienste für in der Schweiz lebenden Besitzer von PRE -Pferden müssen von der Herdebuchstelle des AECE bei der ANCCE beantragt werden. Jährlich findet in aller Regel eine Basiskörung in der Schweiz statt organisiert von der Herdebuchstelle des AECE. Diese Basiskörung ist offen für alle in der Schweiz lebenden Besitzer von PRE -Pferden, unabhängig von einer Mitgliedschaft beim AECE.

 

Phiosophie der PRE-Zucht Hof Scheyenholz

Zu Beginn möchten wir Folgendes richtig stellen: Jedes Pferd hat Qualitäten, kein Pferd ist "fehlerfrei". Wer vom Pferdevirus befallen ist, liebt diese Geschöpfe, unabhängig von Rasse, Grösse und Farbe. Unser oberstes Ziel ist, jedem Pferd ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten.

Züchten darf aber nicht einfach nur einer Vermehrung des Bestandes an Pferden gleichkommen. Gedankliches Ziel muss es sein, bestimmte zu definierende Eigenschaften zu Erhalten oder zu Fördern, einer Tradition das Ueberleben zu sichern. Dies bedarf einer eingehenden Betrachtung der Tiere, ohne dabei das einzelne Tier in seiner Gesamtheit aus den Augen zu verlieren.

Von Beginn weg schlossen wir die Farbe als Zuchtziel und Zuchtkriterium aus. Dies weil traditioneller Weise ein hoher Anteil der PRE's Schimmel und Grauschimmel sind, und es uns nicht realistisch scheint, ohne Konzessionen bei uns wichtiger erscheinenden Merkmalen eine Farbzucht zu betreiben.

Oberste Priorität hat ein umgänglicher, lernfreudiger Charakter der Tiere, den wir züchten für Reiter (andere Züchter gibt es aber im Gegensatz zu Spanien nur sehr wenige). Gute Reiteigenschaften stehen also im Vordergrund. Dazu gehören für uns neben dem Charakter ein funktionelles Gebäude mit gutem Fundament und kräftiger Kruppe sowie starkem Rücken sowie überdurchschnittliche Grundgangarten. Dazu kommen persönliche Vorlieben wie zum Beispiel leicht konkaves Profil. Die Grösse unserer Tiere liegt im Endmass optimalerweise bei ca. 158cm-165cm.

Nichts desto trotz dauert auch bei einem gut veranlagten Pferd die Basisausbildung 2 Jahre und es bedarf einer "lebenslangen" weiteren Förderung der physischen und psychischen Belastbarkeit um ein Reitpferd gesund zu erhalten. Dazu bedienen wir uns eines Ausbildungswegs, der vielseitig und abwechslungsreich sein soll und in welchem Strafen keinen Platz haben, konsequente Erziehung zu Arbeitsdisziplin und Aufmerksamkeit allerdings schon.